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Regeln so viel wie nötig, doch um Gottes Willen, nicht so viel wie möglich!

Irgendwie glaube ich mich im falschen Film. Der Bundesrat will eine Bewilligungspflicht fürs Babysitten einführen. Einzig die Grosseltern dürfen ihre Enkelkinder weiterhin uneingeschränkt betreuen. So will es die Verordnung, zu der nun glücklicherweise noch Stellung genommen werden kann. Diese Verordnung gilt es dringend abzulehnen.

 

Regeln für das Zusammenleben sind richtig und wichtig, sofern es derer nicht zu viele sind. Überregelungen demotivieren, säen Misstrauen, erschweren  den ohnehin schon genug komplizierten Alltag, rufen nach Kontrollen, nach Papieren und entmündigen den verantwortungsvollen Menschen in krasser Weise. Folgt man dem Bundesrat, birgt die Betreuung von Kindern durch nicht ausgebildete und bewilligungslose Verwandte oder Nachbarn anscheinend unzählige Risiken und Gefahren in sich, die man nun mit Bürokratie in den Griff bekommen will. Dies ist ein völlig falscher Ansatz.

 

Wir stehen dafür ein, dass neben der Verwandtschafts- und Nachbarschaftshilfe auch genügend familienergänzende Betreuungsmöglichkeiten vorhanden sind und setzen dabei ganz klar auf eine qualitativ gute Betreuung. Dies alles ist ohne zusätzlichen administrativen Aufwand und ohne ausufernde Bürokratie zu haben.

 

Vielmehr geht es darum den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und das Miteinander zu stärken, subsidiär und solidarisch, integrativ und präventiv. Ein Staat soll sich nicht immer noch mehr regulieren lassen und intervenieren müssen. Subsidiarität und Solidarität bleibt wichtig und führt zu kreativen Lösungen.

 

Wenn der Staat übergeordnet, koordinierend, vernetzend und anregend  Hilfe leistet wo diese verlangt wird, unter anderem mit dem Projekt „Stark durch Erziehung“ und weiteren,  dann leistet er Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Dies ist ein vertrauensvoller Ansatz, der für Engagement und Bereitschaft, selbst zum Gelingen von Gemeinschaft beizutragen, motiviert.

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