Zur Masernepidemie im Kanton Luzern

Masern ist eine hoch ansteckende, virale Erkrankung. Neben Hautausschlag und Fieber treten bei 1 von 6 Kindern bedeutsame Komplikationen auf. 1 von 1 000  behält gesundheitliche Schäden, 1 von 10 000 stirbt. Masern kann durch Impfung sicher vorgebeugt werden. Relevante Impfnebenwirkungen sind sehr selten und die Impfkosten werden von der Krankenkasse übernommen. Impfen schützt das eigene Kind und dessen soziales Umfeld.

Seit 2006 breitet sich in der Schweiz eine Masernepidemie aus. Der Schwerpunkt liegt im Kanton Luzern mit 28% der total 3400 Masernfälle. Im Gegensatz zur Impfrate von 86% in der Schweiz, liegt die Masernimpfrate im Kanton Luzern nur bei 78%. Bei einer Impfrate von über 95% ist eine Masernepidemie nicht mehr möglich.

Das Impfprogramm bestimmt den Erfolg: 1) In den USA konnten die Masern dank eines Impfobligatoriums ausgerottet werden. 2) In Zürich, Basel und Bern werden viele Kinder in der Schule erfolgreich gegen Masern geimpft. 3) Im Kanton Luzern wird durch den schulärztlichen Dienst nur der Impfstatus erhoben, Impflücken werden aber nicht konsequent geschlossen.
Gefordert sind nun in Luzern Eltern, Haus- und Kinderärzte, Schulärzte und Politik. Statt eines Impfobligatoriums empfiehlt sich eine obligatorische Kontrolle des Impfstatus und ein professionelles, überzeugendes, aber freiwilliges Impfprogramm im Rahmen des Schuleintrittes. Erkrankte Kinder sowie nicht Masern-geimpfte, exponierte Kinder müssen zudem vom Schulbesuch dispensiert werden. Nur über die Schulstrukturen kann die Masernepidemie gestoppt werden.

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"Zur Masernepidemie im Kanton Luzern"
 
Factsammler

Freitag, 03-04-09 00:29

Einfach nicht dramatisieren das Ganze.

Kein Problem. Mein Kind darf ruhig zu Hause bleiben. Die Schule ist allerdings verpflichtet, meinem Kind den Schulstoff während dieser "Schulzeit" zu vermitteln. Da erwarte ich also ein Besuch von einem möglichst geimpften Lehrer, welcher den Schulstoff zu Hause meinem Kind vermittelt.

Eine andere Lösung würde darin bestehen, separat abgeschottete Schulräume für potentiell ansteckende Kinder für den getrennten Schulunterricht zur Verfügung zu stellen.

Die ganze Durchimpferei und deren Folgeschäden, Panikmacherei etc. kommt den Staat und den Steuerzahler teurer zu stehen, als die "Opfer" der jetzigen "Epidemie".

Sorry, aber es sterben wesentlich mehr Personen an den Schäden des Rauchens. Und da hat man nicht einmal den Mut ein Rauchverbot in Gaststätten auszusprechen. Uebrigens: In anderen Ländern funktionert das Super!
 
 

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